Meisterkurse 2026
Meisterkurs Orgel
Themen: Orgelmusik der deutschen Romantik, Spätromantik und des Impressionismus mit besonderem Fokus auf das Werk Sigfrid Karg-Elerts (Prof. Stefan Engels); Orgelimprovisation in freier Form und in historischen Stilen; liturgisches Orgelspiel (Dr. Martin Gregorius)
Ben van Oosten
Ben van Oosten wurde 1955 in Den Haag, Niederlande, geboren. Er studierte Orgel und Klavier am Konservatorium in Amsterdam und in Paris.
Zahlreiche Konzertreisen führten Ben van Oosten schon seit 1970 in die maßgebenden internationalen Orgelzentren. Neben seiner Konzerttätigkeit gibt Ben van Oosten Meisterkurse in vielen Ländern. Von 1994 bis zu seiner Pensionierung in 2021 war er an der Codarts Hochschule der Künste in Rotterdam als Professor für Orgel tätig.
Ben van Oosten beschäftigte sich eingehend mit der symphonischen französischen Orgelmusik. Seine Gesamteinspielungen der Orgelwerke von César Franck, Camille Saint-Saëns, Alexandre Guilmant, Louis Vierne, Charles-Marie Widor und Marcel Dupré für MD&G wurden mit mehreren internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet (u.a. Echo Klassik, Preis der deutschen Schallplattenkritik, Choc du Monde de la Musique und Diapason d’Or). Für seine Gesamteinspielung der Orgelwerke von César Franck wurde ihm der Opus Klassik 2019 verliehen.
Ausserdem ist Ben van Oosten Autor der umfassenden Widor-Biographie “Charles-Marie Widor – Vater der Orgelsymphonie” (1997). Wegen seiner Verdienste um die französische Orgelkultur erhielt Ben van Oosten 1980, 1987 und 1998 ehrenvolle Auszeichnungen durch die Société Académique Arts, Sciences, Lettres in Paris. Die französische Regierung erhob ihn in den Rang des Chevalier (1998) und Officier (2011) dans l’Ordre des Arts et des Lettres. Im Jahre 2010 wurde er von der damaligen Königin der Niederlande, Königin Beatrix, zum Ritter in den Orden des Niederländischen Löwen berufen. Anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums als Konzertorganist (2020) erhielt er die Ehrenplakette seiner Heimatstadt Den Haag.
Ben van Oosten ist Titularorganist an der “Grote Kerk” in Den Haag und künstlerischer Leiter des Internationalen Orgelfestivals, das alljährlich in dieser Kirche stattfindet.
Dr. Martin Gregorius
Konzertorganist und Kirchenmusiker Dr. Martin Gregorius, geb. 1991 in Gdynia (Polen), absolvierte seine Studien an den Hochschulen für Musik in Danzig und Detmold. Darüber hinaus studierte er an den Pariser und Lyoner Konservatorien Orgel (Konzertexamen), Improvisation, Kirchenmusik und Musiktheorie mit Komposition. Zu seinen Lehrern zählten u.a. Michel Bouvard, Hanna Dys, Thierry Escaich, François Espinasse, László Fassang, Olivier Latry, Philippe Lefebvre, Tomasz Adam Nowak, Roman Perucki, Pierre Pincemaille und Liesbeth Schlumberger.
Weitere künstlerische Impulse erhielt Gregorius durch die Teilnahme an Meisterkursen unter Leitung renommierter Musiker, u.a.: Paolo Crivellaro, Pieter van Dijk, Andrés Cea Galán, Ludger Lohmann, Michel Radulescu, Louis Robilliard, Wolfgang Seifen und Wolfgang Zerer. 2017 promovierte er an der Hochschule für Musik in Posen. Seine Dissertation schrieb er über „Orgelimprovisation in der Tradition der französischen Orgelschule”.
Gregorius erhielt mehrere Preise und Auszeichnungen bei internationalen Orgelwettbewerben in Deutschland, Italien, Luxemburg, Österreich und Polen. 2016 gewann er er zwei renommierte Orgelimprovisationswettbewerbe: „Westfalen Impro 6“ in Münster/Billerbeck sowie den Orgelimprovisationswettbewerb im österreichischen Schlägl. Außerdem erhielt er verschiedene Kulturpreise und Stipendien, darunter solche des polnischen Staatspräsidenten, des polnischen Ministerpräsidenten und der Alfred-Toepfer-Stiftung.
Seine regelmäßigen Auftritte bei europäischen, asiatischen und US-amerikanischen Orgelfestivals führten ihn bislang in die Kathedralen von Edinburgh, Erfurt, Luxemburg, Magdeburg, Mainz, München, Paderborn, Pilsen, in die Boardwalk Hall von Atlantic City, die Baltische Philharmonie Danzig und das Nationale Forum für Musik in Breslau.
In der Konzertsaison 2017–2018 wirkte Martin Gregorius als „Organist in Residence“ der Sapporo Concert Hall „Kitara“ (Japan). Während dieses Aufenthaltes spielte er in den angesehenen Konzertsälen Japans: dem Art Tower Mito sowie in der Sumida Triphony Hall und der Suntory Hall in Tokio. Er musizierte mit Dirigenten und Solisten wie Matthias Bamert, Simon Gaudenz, Rainer Küchl, Max Pommer, Shuntaro Sato und Kanade Yokoyama und Orchestern vom Range des Sapporo Symphony Orchestra, Symphony Prague und der Nordwestdeutschen Philharmonie zusammen. In Sapporo entstand seine erste CD „Stained Glass Dances“.
2018–2021 war Martin Gregorius als Kirchenmusiker der herausgehobenen Leuchtturmstelle im Erzbistum Paderborn und als Kantor an der St.-Pankratius-Kirche in Gütersloh tätig. Seit 2020 lehrt er als Dozent für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg und ist seit November 2021 als Basilikaorganist und Kirchenmusiker an der Basilika St. Jakob zu Straubing tätig. Seit 2023 ist er zudem Dozent für Improvisation und Liturgisches Orgelspiel an der Hochschule für Musik und Theater München.
Kosten
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Aktive Teilnahme:
1 Tag 60,- €
2 Tage 100,- €
3 Tage 130,- €
4 Tage 155,- € - Anmeldegebühr: 30,- €; der Unterricht ist öffentlich
- Gasthörer: pro Tag 10,-€, Schüler frei, für die aktiven Teilnehmer ist der Besuch der Bluval-Konzerte an den Kurstagen kostenlos; auf Wünsche (Literatur) der Teilnehmer wird eingegangen. Angesprochen sind sowohl professionell Musizierende (Studenten, Studienbewerber, Lehrer, …) als auch engagierte nicht-professionelle Musiker und Musikerinnen; gerne auch Ensembles.